Feldversuche Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr

Im Gegensatz zum individuellen Personenverkehr ist das Einsatzprofil von Transportern deutlich strukturierter. Warenlieferungen bzw. Dienstleistungen mit Kundenbezug erfolgen meist zu den regulären Arbeitszeiten innerhalb eines relativ begrenzten Einsatzgebiets. Die Tagesroute eines Transporters wird meist im Voraus geplant. Außerhalb der Arbeitszeiten (abends und nachts) werden die Fahrzeuge regelmäßig an fest definierten Orten wie Logistikzentren, Betriebshöfen oder einem Firmengelände abgestellt. Dies stellt vergleichsweise einfache Anforderungen an die Ladeinfrastruktur und bietet die optimale Möglichkeit eines gesteuerten Ladens und gleichmäßiger Netzauslastung über die Abend- und Nachtstunden hinweg. Im Betrieb bieten zahlreiche Anfahr- und Bremsvorgänge, wie sie für den urbanen Lieferverkehr typisch sind, gute Möglichkeit zur Bremsenergierückgewinnung. Dies macht den regionalen Verteilerverkehr zum optimalen Einsatzfeld batterieelektrischer Fahrzeuge.

Bei den vom BMU geförderten Feldversuchen geht es vor allem darum, unter Alltagsbedingungen Verfahren zur Netzintegration Erneuerbarer Energien im Wirtschaftsverkehr zu erproben. Außerdem geht es um die Ermittlung des Energiebedarfs der Fahrzeuge und der Akzeptanz der Fahrzeugnutzer.